• Sarah

Self-Ties - Fessel dich selbst!

Aktualisiert: 22. Jan. 2021

Self-Ties unterscheiden sich vom Fesseln mit einer anderen Person in etwa wie Selbstbefriedigung und Sex. Beides kann wunderschön sein, hat seinen Reiz und seine Daseinsberechtigung.


Wieso überhaupt Fesseln?


Warum mögen Menschen es, gefesselt und in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt zu sein? Es gibt so viele Gründe, wie es Menschen gibt, die fesseln. Für einige bedeutet es größte Freiheit, eingeschränkt zu sein; einige fühlen sich lebendig; wieder andere suchen die Herausforderung (von Körper oder Geist); viele finden es ästhetisch oder auch meditativ.


Ich selbst bin süchtig danach, mich hinzugeben. Nicht unbedingt einer anderen Person. Viel mehr verehre ich den Moment, dem Leben und meinem Körper.



Klar ist bislang eins: Während einer Session mit mir selbst hat mein Körper die Erlaubnis zu spüren, sich hinzugeben, mein Geist muss jedoch klar bleiben. So ist nämlich im Notfall keine andere Person dabei, die eingreifen könnte. Denn: das Spiel mit dem Seil ist gefährlich und sie können falsch angewendet fatale Situationen hervorrufen.


 

Kategorien des Selbstfesselns


Das sinnliche Fesseln


Hier steht die psychologische Komponente im Vordergrund. Kurz gesagt: hier geht es um den Mindfuck, nicht um riskante, schwierige Fesselungen. Die Gedanken an eine Bewegungseinschränkung oder -unfähigkeit oder des Ausgeliefertseins stehen dabei im Mittelpunkt.

Bei dieser Kategorie geht es um das Erleben, nicht um das Risiko, so werden sichere und erprobte Fesselungen ausgeführt, aus denen man leicht wieder heraus kommt.


Das feste, strenge Fesseln


Bei dieser Art des Fesselns steht der Körper und sein riskantes, aufwendiges Einschnüren im Fokus. Über eine Vielzahl von körperlichen Empfindungen werden Emotionen hervorgerufen. Kinks wie Humiliation (Demütigung) oder Bestrafung passen sehr gut dazu.


 

Ist Selbstfesseln sicher?


Wahrscheinlich ist das eine der ersten Fragen, die du dir stellst. Generell können Seile auf der Haut zu einer Verringerung der Blutzirkulation oder im schlimmsten Fall zu einer Strangulation führen, außerdem Nervenschäden und Verbrennungen verursachen.


Das größte Risiko ist, dass du allein bist, also niemand könnte dir unmittelbar helfen, falls nötig.


Jedoch gibt es Vorsichtsmaßnahmen, die das Erlebnis sicherer gestalten:


Niemals legst du ein Seil um deinen Hals!


  1. Die Gefahr von Strangulation ist riesig und kann in Sekunden zu einem Verlust des Bewusstseins führen.

  2. Eine Sicherheitsschere oder -messer muss unbedingt in greifbarer Nähe liegen.

  3. Empfehlenswert ist es, Workshops und Tutorials zum Seilhandling besuchen/anzuschauen.

  4. Neue Fesselungen bestmöglich erst unter Aufsicht ausprobieren.

  5. Wenn sich etwas komisch anfühlt oder ein Knoten nicht gleich aufgeht: Panik vermeiden, ruhig atmen und konzentriert bleiben.

  6. Als Beginner mit simplen Fesselungen starten und versuchen, nicht ungeduldig werden.

  7. Ein heller Raum für bessere Sichtbarkeit ist empfehlenswert.

  8. Spiegel können nützlich sein, um alle Körperteile einzusehen.

  9. Solo-Session soweit es geht vorplanen - Was könnte schief gehen? Was muss vorher erledigt werden? (Essen, Katze füttern, Toilette) Wie lange soll die Session dauern?

  10. Am besten liegt ein Handy griffbereit (dazu unbedingt einen Arm freilassen).

  11. Beginner sollten keine Seile um den Kopf legen, der Hals ist generell tabu!

  12. Das Leben ist wichtiger als die Befriedigung, deshalb: vernünftig und umsichtig sein.


Die Zeit für aufwendigere, fortgeschrittene Fesselungen wird kommen.


 


 

Ich habe angefangen mit Selbstfesselungen, weil die Sehnsucht nach Seilen auf meiner Haut in der fesselfreien Zeit zu groß wurde. Zu Beginn war ich oft enttäuscht: so sind die starken Gefühle der Kontrollabgabe ausgeblieben.

Heute weiß ich die Sessions mit mir selbst zu schätzen: Zweifel in Kommunikation oder Körpersprache treten nicht auf, zudem fokussiere ich mich stark auf den Moment und meinen Körper. Im Spiel mit mir selbst fühle ich mich stark, schön und unabhängig. Immer wieder entdecke ich neue Fesselungen und liebe es, in den aufkommenden Emotionen zu versinken, ganz ohne Limit von außen. Ich kann frei meine intimsten Gedanken durchspielen und erfülle mir selbst meine Sehnsüchte.

Außerdem entscheide nur ich über den Ablauf, die Intensität und die Dauer der Session. Das ist Fluch und Segen zugleich.


 


 

Die Termine für die nächsten angeleiteten Solo Bondage Workshops stehen fest, sodass du voraus planen kannst. Ich zeige dir, wie Selfcare mit Seilen aussehen kann, spreche über meine Philosophie beim Fesseln und gehe mit dir gemeinsam die ersten Schritte auf dem Weg zu einem kreativen Flow. Als Highlight lehre ich dir verschiedene dekorative Hüftharnesse, die nicht nur hervorragend aussehen, sondern sich noch viel besser anfühlen, wunderschöne Oberkörperharnesse, die dir den Atem rauben und gebe Tipps zum Seilhandling. In Workshop III zeige ich dir z.B. unter anderem einen Futomomo, das ist eine restriktive Beinfesselung.

Ich biete drei verschiedene Level an, mit aufsteigender Nummer der Workshops werden die Fesselungen aufwendiger, sind jedoch alle für Beginner geeignet, es sind keine Vorkenntnisse nötig.

Anmeldungen hier auf der Website unter Termine.

Ich freue mich auf dich!

Sarah

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